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Lesung ' Mörderhotel ' von Wolfgang Hohlbein



Wolfgang Hohlbein ist ein Autor den ich schon seit meiner Kindheit lese. Ich kenne wenige Autoren die so viele Titel und so viele Bücher geschrieben haben und über so eine lange Zeit erfolgreich damit sind. Das fängt an mit Märchenmond und geht über Horus, Hagen von Tronje aber auch natürlich sein Bestseller das Druidentor. Unzählige Fantasyromane, gerne inspiriert von nordischen oder orientalischen Sagen, von Vampirmythen, Kriegern und Kämpfern oder alten Märchen.

Umso überraschter und neugieriger war ich, als ich hörte das sein neues Buch ein Thriller ist. Bei der Lesung erzählte er, dass er schon immer gerne mal eine Kriminalgeschichte schreiben wollte. Die Geschichte um den Serienmörder Henry Mudget inspirierte ihn dazu. Warum ? Weil sie so unglaublich ist das er sie selber am Anfang nicht für wahr halten wollte. Henry Mudget war Arzt und betrieb ein Hotel in Chicago um die Jahrhundertwende. Er brachte dort nachgewiesene 27 Opfer auf zum Teil bestialische Weise um. Hatte wohl eigens dafür hergerichtete Folterkammern. Die Dunkelziffer der tatsächlichen Opfer ist unfassbar hoch und unbekannt. Er war einer der ersten Serienmörder der USA. In Mörderhotel wird seine Geschichte zu einer neu interpretierten Geschichte geformt. Im Buch sind nicht alle 27 Morde, aber die Morde die drin sein sollen, sind nicht unbedingt für zarte Gemüter beschrieben. Das merkte man schon an der perfiden Szene die bei der Lesung von Wolfgang Hohlbein vorgetragen wurde.



Also haben wir es diesmal mit einem richtig schön blutigen Thriller zu tun der aber in den gewohnt detailreich ausgeführten Worten von Wolfgang Hohlbein beschrieben ist. Das könnte ein wahres Bonbon für jeden Thrillerfan werden. Die Aufmachung des Buches ist dementsprechend ein düsteres aber hochwertiges Hardcover das seit dem 08.10.2015 im Handel und beim Bastei Lübbe Verlag erhältlich ist.

Die Lesung war übrigens sehr sehr gut. Wolfgang Hohlbein hat eine sehr angenehme Vorlesestimme. Er saß bereits vor Beginn der Lesung auf den Publikumssitzen und war so nett vorab mit mir ein Foto zu machen. Einige Leute sprachen ihn auch vorher an und unterhielten sich mit ihm. Ein Autor zum anfassen der natürlich wieder wie gewohnt mit wallendem Haar und Lederklamotten Platz nahm. Er laß zwei Passagen aus dem neuen Buch vor und erzählte auch noch so einiges zu der Entstehungsgeschichte. Gewohnt bescheiden bezeichnete er sich als nicht besonders kreativer Mensch, da er nicht mit einer komplett leeren Seite anfangen könne zu schreiben sondern immer einen Anstoß dazu brauchen würde. Das er nicht kreativ sei halte ich für ein Understatement sonder gleichen. Wer solche Geschichten aus dem bloßen Betrachten eines Bildes oder dem lesen einer Zeitungsmeldung entwickeln kann der ist mehr als kreativ, der hat einfach einen komplett freien Geist.


Das Ambiente in der Mayerschen in Köln ist auch ganz gut. Es gibt einige bequeme Kinosessel, die natürlich immer schnell vergriffen sind und dann normale Bestuhlung. Die Mayersche in Köln über drei Etagen vollgestopft mit Büchern und allem was dazu gehört ist sowieso immer einen Besuch wert. Es lohnt sich also vor einer Lesung entsprechend früher zu kommen und dort noch etwas zu stöbern. Der Ton dort für die Lesung war auch eins A. Laut genug für den letzten Winkel denn es war gut gefüllt. Nach der Lesung konnten Fragen gestellt werden und diese wurden mit viel Charme vom Autor beantwortet. Wolfgang Hohlbein ist nicht zu Recherchezwecken in Chicago gewesen. Es gibt weder das Hotel noch Angehörige mehr. Gute Recherche kann man auch durch Berichte und Sachbücher sowie Internetrecherche betreiben. Er hat ja dann seine ganz eigene Geschichte daraus gemacht. Jedes kleinste Minidetail muss nicht recherchiert werden um eine gute Geschichte ab zu liefern. Ich freue mich schon auf die Lektüre. Es könnt das passende Buch für Halloween sein dieses Jahr.

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Ich wünsche Euch einen spannenden Tag

Zum Buch erschienen bei Bastei Lübbe geht es hier*
Zur Website von Wolfgang Hohlbein hier*

Eure Paloma Pixel



dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.
Lesung ' Mörderhotel ' von Wolfgang Hohlbein

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