Menü

Rezension Layers


Die Wahrheit ist vielschichtig.

Genau so soll der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski sein. Vielschichtig, geheimnisvoll und man soll seinen eigenen Augen nicht trauen können. Er ist auf jeden Fall sehr spannend geworden, hat aber auch ein paar Schwachpunkte.

Der siebzehnjährige Dorian lebt auf der Straße und schlägt sich irgendwie durch. Er ist ein intelligenter Kopf aus dem eigentlich etwas werden könnte, doch seine Mutter ist Tod und er hat einen gewalttätigen Vater zu Hause. Deswegen wählt er lieber die Straße statt Prügel und es gelingt ihm ganz gut sich aus allen Schwierigkeiten heraus zu halten. Doch eines Morgens wacht er neben der Leiche eines anderen Obdachlosen auf und gerät in Panik. Er kann sich an nichts erinnern und ist wie ausgenocked. Hat er etwas mit dem Mord zu tun ? Dorian weiß nicht wohin und hat Angst vor der Polizei. Unverhofft bietet ihm ein Fremder Hilfe an. Er erzählt ihm von einem reichen Wohltäter der sich um obdachlose Jugendliche kümmert und bringt ihn zu seiner Villa. Doch schon bald muss Dorian erkennen das die schöne neue Welt einfach zu gut ist um wahr zu sein und nicht alles ohne Gegenleistung bleiben kann. Er soll geheimnisvolle Werbegeschenke unter mysteriösen Umständen an den Mann bringen. Als er eins der Päckchen nach einem missglückten Zustellversuch öffnet ändert sich auf einmal alles. Nicht nur das sich für ihn eine völlig neue Welt auftut, nein auf ihn wird nun auch erbarmungslos Jagd gemacht.

Die Aufmachung des Buches ist auf jeden Fall vielschichtig mit dem gelochten Klappcover. Ich finde das eine nette Spielerei. Díe Geschichte konnte mich die ersten 180 Seiten zuerst aber nicht überzeugen. Der Anfang war doch irgendwie sehr langezogen und man musste doch etwas Zeilenzeit verstreichen lassen bevor es richtig los geht. Das mit der ganzen Sache etwas gewaltig nicht stimmt war ja klar und man wartete ja nur darauf das nun endlich etwas passiert und Licht ins Dunkel gebracht wird. Darauf muss man aber sehr lange warten. Trotzdem waren so viele Wendungen im Buch zwar sehr spannend aber auch vorhersehbar und für mich nicht immer logisch. Dorian handelt oft nicht sehr rational sondern sehr gefühlsbetont, was nicht unbedingt zu einem Straßenkind passen würde. Gut er ist einfach eine ehrliche Haut durch und durch. Möchte niemanden verletzten und immer das richtige tun und das macht ihn zu einem äußerst sympatischen Protagonisten. Sich aber auf seiner Suche nach der Wahrheit immer und immer wieder blindlings in Gefahr zu stürzen statt einen sicheren Weg zu nehmen. Naja. Nach den 180 Seiten geht es dann aber richtig los und die weitere Entwicklung ist dann auch sehr überraschend und spannend so wie ich es von Frau Poznanski gewöhnt bin. Trotzdem bin ich von ihr noch etwas mehr gewöhnt. Das Buch war gut, gar keine Frage aber sie ist ja eigentlich die Queen der unvorhersehbaren Wendungen und dieses mal konnte ich doch ziemlich viel vorhersehen. Sogar den geheimen Bösewicht hatte ich dieses mal schnell enttarnt.




Toll finde ich die Idee mit der Brille und welche Technologie sich dahinter verbirgt, allerdings konnte ich mir den schmunzelden Blick auf die Dinge die Dorian so zu sehen bekommt nicht verkneifen. Denn sie waren für mich nicht unbedingt Angsteinflössend. Dafür waren diese Passagen immer sehr interessant zu lesen. Es war abwechslungsreich und hatte schon fast einen Hauch von Fantasy. Man wusste genau das danach wieder eine Fluchtszene kam und Dorians ganze Kreativität war gefragt um seinen Verfolgern zu entkommen. Die Sache mit Stella finde ich sehr schön beschrieben. Dorian war da so süß. Das ganze ist ja auch ein wichtiger Beweggrund im Buch und das passt auch sehr gut zusammen. Die ganze Art wie die Szenerie beschrieben ist assoziierte ich direkt mit einem Verbrechersyndikat und etwas ähnliches liegt der Sache ja auch zu Grunde. Das die Ziele und Motive eigentlich ganz anders liegen fand ich gut, allerdings hätte ich doch gerne mehr moralischen Zeigefinger gehabt an diesen Stellen. Durch Dorians Meinung wird zwar durch aus darauf hin gewiesen aber irgendwie sind die Guten ja nicht richtig gut und die Bösen nicht richtig böse. In einigen Szenen mit der Brille, vor allem am Anfang habe ich mich sogar erschreckt, weil ich genau so wenig wie Dorian wusste ob es jetzt echt ist oder nicht was er da gerade sieht. Der Showdown wurde ja quasi als Countdown im Buch immer wieder angekündigt. Deswegen war nur noch die Art und Weise bzw was Dorian dann dort entdecken würde unklar. Es war auf jede Fall ein würdiger Showdown. Er war dramatisch und hatte seine Effekte. Das Ende gefällt mir sehr gut. Alles in allem war es ein gutes Buch und es waren Kleinigkeiten die mich nicht ganz überzeugen konnten.

Zum Buch erschienen im Loewe Verlag geht es hier*

Zur Autorin Ursula Poznanski hier*

Ich wünsche Euch einen vielschichtigen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.
Rezension Layers

Keine Kommentare

Name

E-Mail *

Nachricht *

-->