Menü

Manga Manie für Anfänger und Neu-Interessierte



Eigentlich sind Manga überhaupt nicht mein Ding. Ich muss sogar gestehen das ich sie nicht einmal zu den Büchern dazu gezählt habe. Für mich waren sie schlichtweg nur seichte Comics mit völlig überzeichneten Mädchen, mit dicken Brüsten, riesigen Kulleraugen und bunten Haaren. Nichts das mich begeistern könnte oder auch nur annähernd unterhalten, sonder eher flach und doof. Trotzdem erfreut sich das Manga Genre wachsender Beliebtheit, natürlich eher bei einem jüngeren Publikum aber auch bei älteren, denn ähnlich wie im Comicbuch Bereich sind doch viele Themen und Darstellungen nicht gerade für Kinder oder Heranwachsende geeignet. Nicht wenige Manga neigen zur Gewaltverherrlichung und mehr als sexistischen Darstellungen. In Comics gehört das in gewissem Maße ja sozusagen zur Zeichenkultur, dass die Damen leicht bekleidet sind. Als ich auf der Suche nach passenden Manga war, fand ich doch einige sehr abstrus, schrullige Sachen die mich eher an Porno mit bunten Barbiepuppen erinnerten aber es gibt sie dennoch, die anspruchsvolleren Manga, unter denen eine gute Story steckt und die schön gezeichnet sind. Manche Story ist zwar trotzdem völlig verrückt aber normal sind wir schon oft genug. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall und wenn es nur zum Mitreden mit den Kindern ist. Denn die Cover können einen auch täuschen, wenn man keine Ahnung davon hat und schwups hat man einem 11 jährigen das falsche gekauft. Dies hier soll also einen kleinen Überblick verschaffen und richtet sich an Anfänger und Ersteinsteiger.





Auf Twitter startete ich eine Umfrage unter den Followern, welchen Manga man unbedingt gelesen haben sollte. Die Favoriten unter allen Tipps dort besorgte ich mir dann. Da ich überhaupt keine Ahnung und auch noch nie einen Manga gelesen hatte, googelte ich einfach die Twittervorschläge im Internet und laß mir kurz die Story der ersten Bände durch, um eingrenzen zu können, ob der Manga einigermaßen meinen Geschmack treffen könnte. Dabei habe ich bewusst die Finger von offensichtlich sehr düsteren und blutigen Geschichten aber auch von besonders schnulzig-kitschigen Geschichten gelassen. Ausserdem schieden die vielen Manga die ein XX oder komplett nackte Charaktere in eindeutigen Posen auf dem Cover hatten auch sofort aus. Auch Manga die genau in die andere Richtung gingen und eindeutig für jüngere Kinder gemacht waren, interessierten mich nicht. Ein einziger Manga ist dabei der Ü18 angegeben wird, Elfenlied, zu ihm komme ich später noch. Ein erster Hinweis auf nicht jugendfreie Inhalte liefert beim Kauf die eingeschweißte Verpackung, wie ich feststellen musste. Kann man also im Geschäft nicht darin blättern, weil das Buch komplett in Plastik ist sind meist auch eindeutige Zeichnungen drin.

Am deutlichsten an erster Stelle wurde mir Vampire Knight genannt. Dieser Manga schien besonders viele Fans zu haben. Dazu muss ich sagen das quasi alle Twittertipps von Frauen kamen. Ich denke aber das auch Jungs so etwas lesen. Vampire Knight würde sich durchaus für beide Geschlechter eignen. Dazu muss man noch sagen, dass sich die meisten der Manga um oder in einer Schule drehen. Die Japaner stehen wirklich auf Leute in Schuluniformen und die dann so knapp wie möglich Puh. Für mich ist das jetzt nicht der Traum meiner schlaflosen Nächte aber Manga kommt eben aus Japan, andere Länder andere T..äh Sitten. Ich habe ausschließlich erste Bände gekauft. Ich spreche also nur von dem Einstieg in die jeweilige Reihe. Einige der Reihen sind bereits ziemlich lang und von den meisten, gibt es den dazugehörigen Anime ( Zeichentrickserie ) zu sehen. Sowohl bei Carlsen Manga als auch bei Egmont ist die Manga Sparte stark vertreten. Die meisten sind aus diesen Verlagshäusern. Zu den Seiten der jeweiligen Verlage und Manga kommt ihr über den angefügten Link.


Zurück zu Vampire Knight. Wie der Titel schon verrät geht es hier um Vampire. Diese leben in einer Art Schulinternat mit Menschen zusammen. Die Menschen lernen dort am Tag in der Day Class, die Vampire in der Nacht in der Night Class. Die Menschen am Tag wissen nichts davon das die Night Class aus Vampiren besteht. Die Schüler denken einfach, dass es sich um hochbegabte besondere Schüler handelt. Der Rektor der Schule weiß bescheid und seine zwei Adoptivkinder Yuki und Zero sind sozusagen die Aufpasser zwischen den beiden Welten, damit es keine blutsaugenden Zwischenfälle gibt. Yuki und Zero haben eine ähnliche Vergangenheit, denn beide sind Waisen und wurden von Vampiren angegriffen. Es gibt eine Menge Verwicklungen und Probleme, ein bisschen Spannung und einen Hauch von Liebe. Da kommt aber wohl noch eine ganz Menge kitschiger Dreieckskultur. Yuki ist ein bisschen tolpatisch und naiv und ihre Szenen sorgen für Belustigung. Zero ist sehr ernst und verbirgt ein Geheimnis. Dann sind da natürlich noch die übernatürlich schönen Vampire, allen voran Kaname der Yuki einmal das Leben gerettet hat, auch er scheint mir noch so einige Geheimnisse im Ärmel zu haben. Der Manga hat mir gut gefallen. Er ist doch recht akkurat gezeichnet. Viele Manga sind eher grob, dieser hier spart nicht mit Details. Schade das Manga grundsätzlich nur ein buntes Cover zu haben scheinen und der Rest immer schwarz-weiß ist. Ein bisschen nervig war, dass in dem Band sozusagen mehrere Episoden zusammen gefasst waren und sich so, die einleitende Erklärung zu der Schule immer wiederholte. Gewöhnungsbedürftig waren auch die japanischen Endungen wie sensei, kama oder die höflichen Anreden. Ich wusste manchmal gar nicht mehr wie jetzt der richtige Name der Figur ist. Das ist aber auch Gewöhnungssache. So lernt man sogar noch was über japanische Kultur und ausserdem gab es Sternchen mir Erklärungen. Besonders wichtig bei den Zeichnungen sind wohl Nahaufnahmen von Augen und Lippen. Das fiel mir besonders auf. Das liegt vermutlich auch an den Vampirzähnen die dargestellt werden sollten. Hier gut getroffen.
https://www.carlsen.de/epub/vampire-knight-band-1/22845

Ich musste mich allerdings erst einmal an das lesen gewöhnen, denn man liest von hinten nach vorne und von rechts nach links. Das führte doch am Anfang zu Irritationen und ich musste mit den Augen ständig auf den Seiten nach der richtigen Sprechblase herum suchen, aber man gewöhnt sich dran. Wer auf muskelbepackte Prinzen steht wird im Manga übrigens eher nicht fündig. Das Männerbild im Manga scheint eher das eines langhaarigen,androgynen Typs zu sein.

Der nächste Manga, den ich aus dem Stapel gelesen habe war Testament of Sister New Devil. Der ist nur etwas für Erwachsene und richtet sich definitiv mehr an Jungs. Es gibt da doch einige sehr pikante Szenen. Es hält sich aber in Grenzen, dafür ist die Story schöne Fantasy. Basara ist ein magischer Kämpfer aus dem Clan der Helden. Sein Vater beschließt ganz plötzlich wieder zu heiraten und von einem Tag auf den anderen hat Basara zwei Stiefschwestern am Hals, die ihn um den Verstand bringen. Als sein Vater zu einer Dienstreise aufbricht denkt er zuerst an nichts Böses bis sich seine zwei neuen Schwestern als Dämon und Succubus enttarnen, die ihn schnell los werden wollen. Doch die haben die Rechnung ohne Basaras geheime Fähigkeiten gemacht. Wie soll es weitergehen wenn einer aus dem Heldenclan mit zwei Dämonen unter einem Dach leben muss. Ein sehr turbulenter Manga. Hier befinden sich ebenfalls wieder vier Einzelteile in einem Band. Auf Wiederholungen wird aber gänzlich verzichtet. Es erschließt sich von der Story nicht immer alles direkt. Manch gezeichnete Doppelseite war wie ein Vorspann und man wunderte sich, ob man jetzt etwas in der Story verpasst hatte. Wenn man jetzt von den pikanten Stellen absieht, ist die Story ganz gut gelungen und die Zeichnungen sind auch ok. Der Schwerpunkt der Details liegt klar auf den körperlichen Vorzügen der Mädels und den Kampfszenen, in denen die magischen Waffen und Kostüme im Vordergrund stehen. Ich denke die Jungs unter euch freuen sich drüber. Für mich als Frau war es ok. Die übertriebenen sexy Stellen hätte die Story eigentlich gar nicht gebraucht. Die ist durchaus auch ohne die gut. Ich verstehe aber das es einfach dem Genre geschuldet ist.
http://www.egmont-manga.de/buch/testament-of-sister-new-devil-01/

Weiter gehts mit Black Butler. Hier sollte wohl altenglischer Flair erzeugt werden, der aber aus Mangel an Wissen darüber, bei mir nicht wirklich aufkam. Dieser Manga versucht eher witzig zu sein und gleichzeitig geheimnisvoll. Sebastian ist der perfekte Butler einer englischen Adelsfamilie. Sein Herr ist gerade mal 12 Jahre alt. Diese Konstellation war doch ein bisschen merkwürdig. Die Zeit in der der Manga spielen soll scheint etwas zurück zu liegen. Ich vermute viktorianisch. Der Butler ist so etwas wie ein alles könnender Superheld, der seinen Herrn beschützt und mit dem Rest des komplett unfähigen Hauspersonals zu kämpfen hat. Ganz witzig aber die Story war jetzt nicht gerade mitreißend. Die geheimnisvollen Elemente wurden nicht erklärt oder aufgeklärt und das ein Butler Tafelsilber poliert und Kuchen backt, zähle ich jetzt nicht zu den Handlungen die mich interessieren würden. Ausserdem hat mich wirklich gestört, dass einfach alles vermeintlich Englische irgendwie in den Manga gewurstet wurde, ohne das es wirklich Sinn ergab oder annähernd richtig gewesen wäre. Scones zum Frühstück, dauerhaft Tee trinken. Mal war der Adelige ein Earl, dann wieder etwas anderes, trotzdem wurde der Wiener Walzer und ein Marquis dazu geschmissen. Was ja jetzt nicht zu England sondern zu Frankreich passt. Wen das nicht stört und wer nur eine lustige Geschichte über einen Butler mit merkwürdig magischen Fähigkeiten lesen will, ok. Was hinter diesen Fähigkeiten steckt erfährt man allerdings nicht wirklich.Man erahnt vielleicht, dass es etwas teuflisches ist und der junge Herr eventuell seine Seele verkauft hat. Vielleicht in den Folgebänden ? Die Zeichnungen waren ok. Besonderen Wert legte der Zeichner natürlich auf den Butler und den jungen Herrn. Ich hätte gerne die lustigen Szenen etwas größer gezeichnet gehabt. Diese Bilder waren manchmal zu klein, um alles mit zu bekommen. Ausserdem gab es ein paar Wortfehler in den Textblasen. Dieser Manga ist auch für jüngere Leser geeignet.
https://www.carlsen.de/taschenbuch/black-butler-band-1-black-butler-band-1/18211

Elfenlied geht da schon wieder in eine ganz andere Richtung. Der Manga war mit Ü18 beschriftet und das ist er auch. Das liegt aber weniger an sexy Szene als daran das hier auch Fans der blutigeren Geschichten auf ihre Kosten kommen, denn in einigen Abbildungen verlieren die Figuren buchstäblich ihren Kopf. Lucy ist eine Mutantin die den dauerhaften Drang zum Töten verspürt. Mit ihrer Art werden perverse Experimente in einem Forschungslabor gemacht doch eines Tages gelingt ihr die Flucht. Sie stürzt ins Meer und wird von Kota und seiner Cousine Yuka am Strand gefunden. Zum Glück für die beiden hat sie ihr Gedächtnis verloren. Kota und Yuka ahnen noch nicht, wen sie sich da ins Haus geholt haben. Der Manga hatte für mich eine besonders komplexe Story. Es gibt viele Charakter und viele Nebenhandlungen die einen extra Abschnitt im Manga bekommen haben. Vieles ist undurchsichtig und lässt sich nur aus diesen Sequenzen erahnen. Die unvermeidbaren Nacktszenen sind auch wieder enthalten. Oft im Manga, scheinen sich die Damen einem vergleichsweise schüchternen jungen Mann aufzudrängen,ok. Trotzdem kommt es nie zu einer sexuellen Handlung. Immer passiert etwas unerwartetes und tolpatschiges was dies verhindert. Die Story erinnert an ein Resident Evil in Mangaform. Durch die komplexe Handlung war der Manga dicker und länger als die anderen die ich gelesen habe. Fans von Dark Fantasy oder Endzeitgeschichten werden hier fündig. Gezeichnet ist er gut. Die Charaktere lassen sich gut an ihrem Aussehen identifizieren, so dass man bei so vielen Figuren nicht durcheinander kommt.
http://tokyopop.de/manga-shop/index.php?cPath=871_557

Death Note ist ebenfalls sehr ernsthaft. Was würdest du tun, um für Gerechtigkeit auf der Welt zu kämpfen ? Wie weit würdest du gehen ? Was ist mit der Todesstrafe. Würdest du Verbrecher einfach so umbringen weil sie es nicht anders verdient haben ? Hinter diesem Manga steckt wirklich etwas. Er ist auch nur für Erwachsene. Es gibt zwar weder sexy Szenen noch Blut aber die moralischen und philosophischen Fragen die unterschwellig angesprochen werden sind nichts für Kinder. Light Yagami findet auf dem Schulhof ein Heft mit der Aufschrift Death Note und nimmt es mit nach Hause. Er ist ein steif wirkender überehrgeiziger Junge und sehr intelligent. Was er jedoch nicht ahnt ist, dass der Todesgott Ryuk das Heft in die Welt der Menschen gebracht hat. Jeder Mensch dessen Name man in das Heft schreibt stirbt. Light benutzt das Heft im Wunsch Gutes zu tun und schwingt sich selber zum Endscheider über Leben und Tod auf. Dass weckt die Aufmerksamkeit der Polizei und ein Kampf zwischen ihm und seinem gesichtslosen Gegenspieler L entbrennt. Wirklich eine sehr spannende, tiefgründige und interessante Story. Gezeichnet ist es auch ganz gut. Vor allem Ryuk sieht ganz schön gruselig aus. Der Manga zieht eine komplette Geschichte durch und ist nicht in Episoden aufgeteilt. Das war bei der Story besonders gut. Keine nervigen Unterbrechungen oder Wiederholungen beim lesen, denn es passiert eine Menge. Sehr fesselnd.
http://www.tokyopop.de/manga-shop/index.php?cPath=9_34

Book of List - Grimms magical Items ist dagegen auch wieder etwas für jüngere. Inspiriert von den Märchen der Brüder Grimm, wobei die Inspiration sehr weit gefasst ist, geht es hier um magische Gegenstände. Allen voran eine Uhr namens Aschenputtel. Durch einen dummen Zufall verschmilzt die Uhr mit dem Schüler Akitsune und er wird fortan gejagt. Nur das Mädchen List die auf der Suche nach magischen Gegenständen ist kann ihm helfen, doch sie ist ein Anime besessener kleiner Wirbelwind und bringt Akitsunes Leben gehörig durcheinander. Sehr witzig und sehr ironisch. Hat zwar nur ganz am Rande mit den Märchen zu tun macht aber trotzdem Spaß. Man weiß nie was für eine verrückte Idee der Zeichner als nächstes hatte. Allerdings war es für mich befremdlich das List Alter mit neun angegeben wird sie aber alleine mit unbegrenzten finanziellen Mitteln unterwegs ist. Merkwürdig war auch das Verhalten von Akitsunes Eltern die ihn und List alleine lassen und so tun als wäre es kein Problem wenn die beiden nun zusammen als Paar alleine wären ? Das ganze ist zwar als Witz eingebaut über den er sich extrem ärgert aber Akitsune soll 16 sein, da finde ich Anspielungen mit einer angeblich 9 jährigen doch absolut unangebracht. Druckfehler oder andere kulturelle Sichtweise was lustig ist ? Das war aber der einzige Punkt der mir aufstieß und vielleicht habe ich das auch nicht richtig verstanden ? Der Manga gefiel mir ansonsten sehr gut.
https://www.carlsen.de/taschenbuch/the-book-of-list-grimms-magical-items-band-1/50019

Der wohl verrückteste Manga von allen, die ich ausgewählt hatte ist Assassination Classroom. Hier sollen Schüler einer eigentlich als Loser verschrieenen Klasse ein Tentakelmonter umbringen, dass die Erde bedroht. Den Mond hat es schon gesprengt und das selbe Schicksal steht der Erde bevor. Allerdings möchte das Monster gerne vorher ein Jahr lang Lehrer spielen und hat sich dafür die Loserklasse der Kunugigaoka Junior Highschool ausgesucht. Hier steht also Messerwerfen und Gift mischen auf dem Stundenplan. Dem Monster ist jedoch nicht leicht bei zu kommen, ausserdem macht es sich erstaunlich gut als Lehrer. Absolut verrückte aber witzige Geschichte. Die Waffengewalt im Manga hat man dadurch abgeschwächt, dass dem Monster Softair und Plastikwaffen schon gefährlich werden können, da es weich und glibberige wie Tofu ist. Das soll suggerieren, dass die Schüler sich nicht verletzten können und die Bedrohung der Welt größer ist als die seelische Unversehrtheit von Kindern, die auf einmal zu Killern werden sollen, naja. Bedenkt man aber wie die meisten Manga so gestrickt sind ist es trotzdem eine der harmloseren Geschichten. Das ganze ist lustig aufgebaut, eigentlich bewirkt das Monster bei den fallen gelassenen Schülern sogar etwas gutes. Die Zeichnung ist kreativ, da wechselt das Monster zum Beispiel die Gesichtsfarbe und Form, um seine Stimmung anzuzeigen. Ein klein bisschen gruselig kommt es einem schon vor aber eigentlich sieht es aus wie eine Kreuzung aus Smiley und Tintenfisch. Lustig aber auch sehr schräg. Ist von Zeichen und Schreibweise aber auch für jüngere in Ordnung und gefällt vermutlich eher Jungs.
https://www.carlsen.de/taschenbuch/assassination-classroom-band-1/51942

Eine Überraschung war für mich Toradora! Diesen Manga hatte ich ganz ans Ende meiner Leseliste gestellt, da mich der Klappentext am wenigsten neugierig gemacht hatte, da er vergleichsweise sehr 'normal' klang. Denn zuerst hatte es den Anschein, dass es nur eine Schulplänkelei ist. Willst du mit mir gehen ja, nein, vielleicht. Doch der Manga war so witzig ! Taiga und Riuji sind bei allen in ihrer Klasse gefürchtet. Taiga ist zwar nur 1,50 und ein hübsches Mädchen aber ihr explosives Gemüt ist berüchtigt. Riuji hat von seinem Vater einen irren Blick geerbt. Obwohl er gar nicht böse ist, guckt er immer so. Darum halten ihn alle für aggressiv und sondern sich von ihm ab. Eigentlich zoffen sich die beiden ununterbrochen aber dann tun sie sich zusammen, denn Riuji ist in Taigas beste Freundin verliebt und sie in seinen besten Freund. Bei dieser Zweckgemeinschaft erfährt man dann einiges mehr über die Charaktere und wie sie sich zusammenraufen für ein gemeinsames Ziel, ist irre witzig. Sie sind grundlegend verschieden und sind sich doch auch irgendwie ähnlich. In diesem Manga sahen die Schulmädchen sogar, bis auf die Kulleraugen und perfekte Figur, im Vergleich zu den anderen ganz normal aus. Für zusätzliche Probleme und den im Manga wohl unausweichlichen Sexappeal sorgte Riujis Mutter, die als Bardame arbeitet, halbnackt natürlich. An ihr war auf jeden Fall nichts mütterliches zu finden. Natürlich ist auch hier einiges in der Story total überzeichnet aber es ist eine so süße Geschichte, dass der Manga richtig Spass gemacht hat. Das Vorbild scheint auch ein in Japan berühmter Roman zu sein. Gezeichnet ist er auch 1A, besonderen Wert legte der Zeichner wohl auf glänzende Haare. Das ist gar nicht so einfach zu zeichnen, wenn hinterher alles in schwarz-weiß gedruckt wird. http://www.egmont-manga.de/buch-buchreihe/toradora/


Mein Fazit zum Manga Experiment fällt ziemlich positiv überrascht aus. Die bunten Dinger machen mehr Spass als ich dachte. Allerdings sollte man gut auswählen und gerade, wenn man Manga für Kinder kauft, genau auf den Inhalt achten. Doch auch als Erwachsener sollte man den Inhalt nicht überbewerten. Alles ist übertrieben und überspitzt dargestellt. Die Geschichten sollen leicht unterhalten. Das tun sie auch, man muss nicht viel lesen und durch die Zeichnungen bekommt man Gedanken und Gefühle auf dem Silbertablett präsentiert, denn Manga wirken so auf ganz anderen Ebenen wie nur geschriebener Text.

Euer Lieblingsmanga war nicht dabei ? Schreibt ihn mir in die Kommentare, dann lese ich ihn als nächstes!

Ich wünsche Euch einen japanischen Tag

Eure Paloma Pixel

dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. Coverrechte liegen beim Verlag.


Manga Manie für Anfänger und Neu-Interessierte

Kommentare

  1. Ein ganz toller Beitrag von dir! Habe schon alles gespannt auf Snapchat mitverfolgt und mich richtig auf den Artikel gefreut.
    Ich lese so gut wie nie Manga, habe früher immer mal welche gelesen (aber eher Yu-Gi-Oh und Pokémon, eben das, was auch im Fernsehen lief) und wage mich jetzt nicht mehr wirklich ran, weil ich den Blick in die Manga-Abteilung der Buchhandlung immer eher abschreckend finde. Wie du schon meintest: Manche Zeichnungen erinnern eher an Softpornos als an gute Geschichten. :D
    Aber vielleicht schaue ich mir den ein oder anderen, den du vorgestellt hast, mal an. :)

    Liebe Grüße
    Anabelle

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schön das dir der Beitrag gefällt. Ich freu mich immer sehr, wenn ich Rückmeldungen zu meinen Posts bekomme. Ja über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten aber die Japaner haben da schon einen sehr sonderbare Vorstellung von guten Geschichten.

      Löschen
  2. Hallo, ein schöner Artikel. Freut mich, dass du dich mal an etwas herangewagt hast, was dir bisher völlig fremd war:). Bin selber "Vampire Knight" und "Black Butler" Leser. Ich finde, wenn man mwhr von Black Butler liest, wird man verstehen warum es so gezeigt wird, dass Sebastian ein perfekter Butler ist. Denn der Manga ist doch recht ernst finde ich und der Anime ist sogar ab 16. Aber ist ja auch eeine Geschmacks- ud Empfindungssache. Aber schön, dass du dich rangetraut hast.
    Liebe Grüße
    Cassy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Cassy
      Ja so einfach ist das gar nicht sich in der großen Manga Auswahl zurecht zu finden. Schön das jemand der sich schon etwas besser auskennt meinen Post trotzdem in Ordnung findet. Dann hab ich wohl etwas richtig gemacht. Vielen Dank Lg

      Löschen

Name

E-Mail *

Nachricht *

-->