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Ich nehme das persönlich ! Content Marketing und Blogs.



Drüber nachgedacht. Ein Blog ist für mich etwas sehr persönliches. Verliert er an Persönlichkeit durch Werbung, Sponsoring, Gastbeiträge, blogfremde Themen ? Immer öfter stoße ich beim Stöbern auf Blogs, die zu reinen Werbeplattformen geworden sind. Da wird kein einziges Buch oder anderes Produkt, Games, Musik usw. mehr vorgestellt, weil es einfach nur gefallen hat, sondern weil es eine gezielte oder bezahlte Produktplazierung ist. Prinzipiell nicht schlimm. Wenn es Werbung ist die gut gemacht ist und mir als Leser des Blogs einen Benefit bringt ok. Ich möchte das mir das gar nicht auffällt das es Werbung ist, weil es so gut zum Blogger passt. Leider ist das meiste was ich da sehe für meinen Geschmack aber zu plump und auch die Konzepte nicht sehr durchdacht. Dank der Dauerwerbeberieselung auf sämtlichen sozialen Netzwerken und dem übertriebenen Ausschlachten des Content Marketings ist man bereits so abgestumpft das die Toleranzschwelle für Werbung bei mir sehr gesunken ist. Man nimmt sie durch die Dauerpräsenz bald gar nicht mehr war.


Manche Bücher werden so omnipräsent gleichzeitig beworben, dass es so nervt das ich keine Lust mehr habe das Buch zu lesen. Dabei gibt es so viele gute und verschiedene Möglichkeiten intelligent Marketing zu betreiben. Denn Idealismus schön und gut aber ohne Brot bezahlende Werbung geht es für Autoren und Verlage nicht. Ich wünsche mir nur das sie besser durchdacht wird. Gut gefallen mir z.B.:  Buchtrailer, aber auch Cosplay Aktionen zum Fantasybuch, Leser dürfen Cover wählen, letztens entdeckte ich einen Psychotest zum Thrillerbuch, auch nicht schlecht Gewinnaktionen bei der man eine Frage mit mehr als eins plus eins gleich zwei beantworten muss. Dabei sehe ich mir gerne schön gestaltete Verlagswebsites an und weiß genau wenn ich sie betrete was mich erwartet. Auch viele Selfpublisher machen uns vor wie tolles Marketing direkt am Leser geht. Benjamin Spang der Autor von "Blut gegen Blut" hatte auf der Messe Bloody Bags dabei. Ein Blog ist eigentlich ein persönliches Tagebuch. Zumindest haben viele mal so angefangen. Man hat eine Leidenschaft. Ein heiß brennendes Hobby, man saugt alle Infos darüber auf, surft Stunden lang im Netz, ist vielleicht auf der Suche nach Gleichgesinnten.

Werbung ist beliebig. Werbung kann jeder. Werbung ist für eine große Masse an Leuten, man will möglichst viele Leute erreichen. Ein Blog der nur noch Werbung enthält vermisst die persönlichen Dinge. Er ist für mich nicht mehr authentisch. Da fehlt dann vielleicht das Echte, dass vertraute Gefühl dazu zu gehören, jemand Gleichgesinnten gefunden zu haben. Man sollte sowas also wohl dosieren, oder sich die Angebote so gezielt zu seinem Blog und der eigentlichen Persönlichkeit aussuchen das es wirklich passt. Doch es gibt Blogger die wirken auf mich als würde jedes beliebige Angebot an genommen und genauso beliebig und lieblos wirkt dann der Blog auf mich. Werbung ok. Sponsoring ? Aber bitte ! Aber nicht so. Das selbe gilt für Gastbeiträge, besonders wenn sie völlig themenfremd vom eigentlichen Hauptthema des Blogs sind. Kann trotzdem funktionieren. Muss aber nicht.

Hinzu kommt das viele Blogger, besonders auch in der Buchblogger Szene minderjährig und / oder branchenahnungslos sind und das zum Teil nicht überblicken, was sie da eigentlich machen. Die Grenze zwischen der Freude ein Repräsentant einer Marke zu werden, oder ein kostenloses Rezensionsexemplar zu bekommen, und dem kostenlosen Ausnutzen des Bloggers/Instagramers als Werbeplattform einer Marke ist sehr fliessend. Oft sind die Neider in der Bloggerszene dann auch nicht weit. Je mehr Blogger es gibt umso größer die Auswahl. Angebot und Nachfrage regeln auch hier den Preis und wenn der eben kostenlos zu haben ist...

Ich persönlich folge einem Blog ja weil er ein Thema behandelt das mich interessiert oder ähnliche Bücher liest wie ich, und er somit meinen Geschmack trifft. Ich weiß nicht ob es an mir liegt aber bei reinen Werbeposts beschleicht mich immer das Gefühl, dass mir ein Bär aufgebunden wird. Ob das der Realität entspricht oder nicht sei völlig da hin gestellt, aber bei mir wird automatisch so ein Abwehrmechanismus in Kraft gesetzt. Ich lese die Rezension und frage mich : und war die jetzt wirklich echt ? Diese Unvoreingenommenheit ist bei mir einfach weg. Besonders wenn die Rezension aus einer offensichtlich reinen Lobeshymne besteht und nur 200 Wörter oder gar nur ein paar Sätze lang ist. Das ist wohl mein persönliches Problem. Übrigens einer der Gründe warum ich kaum Rezensionsexemplare anfordere, sondern mir die Bücher lieber selber kaufe. Auch wenn ich immer versuche, und auch der Meinung bin das es mir gelingt, meine echte Meinung zu schreiben, fühle ich mich gehemmt oder auch mal unter Druck gesetzt a la` : das musst du aber langsam schnell mal lesen. Wie wäre das erst wenn ich einen bezahlten Post verfassen müsste. Ich weiß es nicht. Bisher habe ich das nicht getan. Das ist natürlich nur mein subjektives Empfinden und ich bin weit entfernt davon anderen Bloggern etwas zu unterstellen. Ich versuche nur meine persönlichen Gefühle mit diesem Thema zu beschreiben. Geht es da noch mehr Leuten wie mir ? Ein Rezensionsexemplar ist Arbeitsmaterial für einen Buchblogger und quasi eine Art Geschenk dafür, dass man über das Buch berichtet. Trotzdem ist es kein Honorar an sich. Verfasst man einen abgesprochenen Post für den man Geld vom Auftraggeber erhält, dann ist das kennzeichnungspflichtige Werbung. Trotzdem ist ein Rezensionsexemplar kein Muss um über Bücher zu bloggen.

Unter manch einem Blogger macht sich ein Gefühl von Überlegenheit breit, wenn ihm ein seltener nur über " alte" und nicht gehypte Bücher schreibender Blogger über den Weg läuft. Warum eigentlich ? Kein Blog ist weniger wert oder mehr, nur weil er über aktuelle oder ältere Bücher schreibt. Hauptsache er schreibt über Bücher und er teilt die Liebe zur Literatur oder nicht ? Jeder kann doch seine Nische finden in der er sich wohl fühlt. Das gilt für Leser wie Blogger. Trotzdem haben viele das Gefühl, wenn sie dieses oder jenes Reziexemplar nicht bekommen oder ein bestimmtes Buch nicht gelesen haben aussen vor zu sein. Ich würde gerne aussteigen aus diesem Kreislauf, denn ich halte ihn für wenig effektiv. So haben wir tausend Blogs die das selbe lesen und schreiben und nehmen uns selbst ein großes Stück Vielfalt.

In anderen Bereichen, bei den Fashion und Lifestyle Blogs aber auch bei Rezepte und Kochblogs, ist es ja schon lange üblich viel und dauerhaft Werbung für Produkte zu machen. Da fließen aber auch Summen von denen man in der Literaturbranche nur träumen kann. Trotzdem fallen mir da viele Blogger nicht so negativ auf. Woran liegt das ? Ist es das Produkt das weniger Emotionen auslöst wie ein Buch ? Liegt es daran das die Literatur in unserem persönlichsten Raum stattfindet, nämlich unserem Kopf ? Ein Hut bleibt ein Hut und der kann gefallen oder nicht gefallen, ein Buch kann uns ein ganzes Leben lang beeinflussen. Liegt es daran ? Ich wehre mich instinktiv wenn mir ein Buch als reines Konsumgut dargestellt wird. Denn das hat schon wieder den Hauch der Wegwerfgesellschaft anhaften und ich könnte ein Buch niemals wegwerfen. Bücher kommen natürlich alle zur selben Zeit heraus und werden unter den Bloggern, alle zur selben Zeit verteilt. Bei Outfits oder Produkten sieht das anders aus. Über ein Outfit könnte ich nicht tagelang diskutieren, warum jemand anderes mein Lieblingsbuch nicht mag ? Ohooo! Ist das Produkt Buch gar zu einzigartig in den Köpfen um universal Werbung zu machen ? Ich weiß darauf keine Antwort. Selbst mein Mann der mit Büchern und Bloggen nichts zu tun hat, macht einen Unterschied zwischen Produkt und Buch. Ein Buch sei etwas ganz anderes. Er verbindet es nicht mit einer Marke und dem dazugehörigen Hype sagt er. Es spricht ihn auf anderen Ebenen an und die sind offensichtlich nicht immer leicht zu vermarkten.

Die Fashionblogger sind natürlich schlau. Sie nehmen ein Produkt das ihnen auch passt und machen es zu ihrem eigenen. Sie personalisieren es und entertainen noch zusätzlich mit etwas anderem. Ihrer eigenen Art. Sie nehmen den Hut, stecken eine Feder dran, legen ein buntes Band drum herum und schwups, läuft die Marketing Maschine zu ihrem Vorteil und das ohne das der ahnungslose Konsument es großartig bemerkt. Warum schaffen wir das in der Buchblogger Szene nicht ? Zum einen fliessen natürlich keine Summen, zum anderen, wie personalisiere ich ein Buch für mich und meinen Blog ? Eine leblose Vorstellung, ich fand das Buch super, lest es ? Reicht so etwas aus ? Das macht für mich die Literatur nicht interessant. Das xte Instagrambild im Feed, in Pastellfarben mit Funko Pops drauf ? Da kann ich auch nur noch gähnen. Ich hab es gerne bunter und individueller. Das ist aber wie gesagt nur mein persönlicher Geschmack und es gibt auch viele die das toll machen. Wie bekommt man also die Biege zwischen Persönlichkeit, Buch und Werbung ? Instagram ist mittlerweile Platz eins des Content Marketing und damit so überfrachtet, dass der Sinn der für mich mal hinter diesem Tool stand völlig verloren gegangen ist. Es macht mir nur noch halb so viel Spass wie früher. Wir brauchen die Werbung aber wir dürfen auch Persönlichkeit und Spass nicht ausser Acht lassen. Wollen wir als Buchblogger die volle Monetarisierung und Vermarktung unseres Blogs dann bitte mit Stil und ohne sich ausnutzen zu lassen, ausserdem gehört für mich dazu das ihr Neutralität, Individualität und Persönlichkeit trotz Werbung freien Raum lasst. Wir sind keine Manager, wir sind keine Journalisten, wir sind Leser die subjektiv die eigene Meinung schreiben und wenns gut läuft haben wir vielleicht etwas Sachverstand. Willst du professionell sein dann schreib auch so.

Habt ihr Antworten oder Anregungen ? Schreibt mir in den Kommentaren.

Eure Paloma Pixel


dieser Text enthält meine eigenen Gedanken und für die kann man nicht Haftbar gemacht werden, diese dürfen auch nicht ohne meine Zustimmung weiter veröffentlicht werden , Fotos wurden von mir selbst geschossen und dürfen auch nicht weiter veröffentlicht werden. 



Ich nehme das persönlich ! Content Marketing und Blogs.

Kommentare

  1. Hallo Paloma,

    ein toller Beitrag. Ich kann dir in vielen Punkten nur zustimmen.
    Gerade auf Booktube fällt mir oftmals auf, dass alle dieselben Bücher in die Kamera halten. Bei Buchblogs noch nicht so sehr (zum Glück!).
    Ich finde Kooperationen vollkommen in Ordnung, ich bekomme auch sehr gerne Rezensionsexemplare aber ich fände es doof, meine Meinung zu verfälschen oder Bücher zu lesen, die mich gar nicht ansprechen. :/
    Ich lese auch lieber längere Rezensionen, denn sonst würde ich keine Buchblogs besuchen. xD

    Liebe Grüße,
    Babsi

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    1. Hallo Basis
      Ja auf Bocktube fällt mir das auch immer wieder auf, deswegen folge ich dort nur einem sehr kleinen Kreis und versuche so unterschiedlich breit gestreut wie möglich zu schauen. der durchschnittliche Leser von Buchblogs ist selber Buchblogger, klar also das uns das besonders auffällt.

      lg Vanessa

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  2. Huhu,
    ich finde die Hypes mittlerweile ziemlich schlimm. Und ich muss sagen, dass es mich mittlerweile echt nervt, das xte selbe Buch auf einem Blog zu sehen. Haben es denn kleinere Autoren nicht verdient, ebenfalls Aufmerksamkeit zu bekommen? Zum Glück gehen die gehypten Bücher meistens an mir vorbei ;)

    Ich finde es Schade, wenn der eigentliche Sinn des Buchbloggens verloren geht. Ich selbst benutze affiliate Links, aber versteckt in der Quellenangabe und ich brauche diese nicht offensichtlich jedem unter die Nase zu reiben. Nur Geld daraus zu machen oder möglichst viele Bücher abzustauben finde ich armselig. Aber ich habe schon oft gesehen was du meinst. Ich bin immer froh, wenn ich auf engagierte Blogger treffe und nicht eben nur diese, die meinen, dass ein Buch in die Kamera halten alles ist. ;)

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Hallo Anna

      Ja , ja der Probe mit dem Hyper, den haben doch mehr Leute als ich gedacht habe. Bin wohl doch nicht die einzige.Schade das einem dadurch auch manch guten Buch durch die Lappen geht. Ich gebe dir vollkommen Recht das auch kleine Autoren es verdient habe mal gehyped zu werden. Es gelingt ihnen nur sehr selten, Qualität sollte über Marketing Quantität gehen, tut sie nur leider nicht.

      lg Vanessa

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  3. Hallo Paloma,

    habe dich gerade auf Twitter entdeckt - da war dieser Trigger mit den Sailor Moon Witzen. Also ist das hier mein erster Beitrag, den ich von dir lese. Habe schon öfters was zu dem Thema gelesen, aber dein Beitrag ist so wenig Mimi, stattdessen eine gute Diskussion! Kompliment!

    Ich glaube verstanden zu haben, was du meinst und bin auch einigen Blogs begegnet, die ich nicht lesen mag.
    Rezensionsexemplare bekomme ich sehr gerne. Es hat sich tatsächlich ergeben, dass die meisten meiner letzten Beiträge nicht über selbst gekaufte Bücher geschrieben wurden. Das finde ich nicht weiter schlimm, weil es für mich tatsächlich keinen Unterschied macht. Würde ich keine Reziexemplare bekommen, würde ich eben wieder in die Bücherei gehen, um meinen Lesedurst zu stillen, komplett bezahlen kann ich den nämlich nicht.
    Einen Unterschied macht es für mich tatsächlich nicht. Ich lasse mich von jedem Buch zu einem individuellen Beitrag inspirieren. Das ist viel Arbeit, aber nur so macht es mir Spaß.

    Buchblogger sollten sich immer bewusst sein, dass wir unseren Lesern eine Entscheidungshilfe anbieten. Bei jedem Buch gibt es Leser, die es mögen und welche, die es nicht mögen, das lässt sich auch nicht weg diskutieren. Der Blogleser möchte doch gerade herausfinden, ob es sich lohnt, genau dieses eine Buch zu kaufen und dabei hilft nur eine ehrliche begründete Meinung und ein Stück Persönlichkeit. Passen unsere Interessen zusammen, dann mögen wir das Buch vielleicht auch beide.

    War doch schon früher so, wenn Freundin X ein Buch empfohlen hat, wusste man, es ist ein guter Tipp. Auf Freundin Y sollte man vielleicht lieber nicht hören, die liest zu gruselige/ kitschige oder sonst was eben andere Bücher. Ein guter Buchblog ist für mich ein solches Angebot an die Leser. Tia den Verlagen biete ich meine subjektive Meinung gegen Rezensionsexemplare. Das Thema Geld wäre schön, aber ich wäre nicht bereit meine Beiträge dafür zu ändern.

    Liebe Grüße
    Stephanie


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    1. Liebe Stephanie

      das hast du sehr gut zusammen gefasst, schön das du meinen Artikel genau richtig verstanden hast und besonders freut mich das du den Unterscheid zwischen Mimimi und richtiger Diskussion ansprichst. Viele Blogger vergessen das gerne, das eine echte Diskussion mehr wert ist wie auf sein absolutes Recht zu pochen. Schön das du vorbei geschaut hast.

      lg Vanessa

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  4. Liebe Paloma,

    was für kluge Gedanken. Danke dafür!

    Mir geht die Werbemaschinerie aktuell im umgekehrten Sinne auf den Geist - und das sogar gerade in zwei Fällen. Bei beiden habe ich nämlich seit Monaten das Buch im Auge (natürlich ahnend, dass es Spitzentitel sind), aber nunmal deshalb, weil ich die Autoren mag. Okay, ja, ich habe die Rezensionsexemplare auch dankend angenommen - mir geht der Hype nun aber selbst auf den Senkel, weil ich vorher das Gefühl hatte, für "meine" Autoren was interessantes schreiben zu können und diese Beiträge - egal wie gut sie sind - nun zu Massenware verkommen. Das ist schade und das ärgert mich.

    Der Umkehrschluss wäre nun, keine Rezensionsexemplare zu Spitzentiteln mehr anzunehmen - aber die Bücher würde ich dennoch zeitnah nach dem Erscheinungstag lesen und besprechen und damit trotzdem in die Massenhysterie hineinfallen. Es ist auch aus dieser Sicht ein Teufelskreis und ich weiß noch nicht, wie ich in Zukunft damit umgehen werde / möchte.

    Vielleicht hast Du ja einen schlauen Gedanken?

    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Hallo Sarah

      Ja das ist ein weiterer unschöner Nebeneffekt der Bücherhypes, dass dann drölfzigtausend Besprechungen gleichzeitig erscheinen und man nicht mehr abgrenzen oder differenzieren kann. Wie soll man da aus der Masse heraus stechen ? Wie soll man da noch Leser dazu bewegen genau meine Besprechung zu lesen. Das ist schwierig. Am besten ist es immer noch das zu lesen vorauf man Lust hat und sein Ding zu machen. Wenn ich das Gefühl habe gerade übersättigt ein Buch alle Leute und ich hatte es eben auch gelesen und besprochen, vielleicht unmittelbar vor dem Hype oder weil das Buch eben, trotz Hype einfach super gut ist, dann warte ich immer eine ganze weile und lade dann erst hoch, um nicht in den allgemeinen Strudel zu geraten. Keine Ahnung ob das wirklich etwas bringt. Ein Versuch ?

      lg Vanessa

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  5. Huhu Vanessa,

    ich danke dir für diese ehrlichen und einfach mal nötig gewesenen Worte. Mir geht es da nämlich ähnlich wie dir. Vor allem diese massenhaften Buchbesprechungen von Neuerscheinungen (die meist viel zu positiv ausfallen) finde ich eher fragwürdig. Natürlich nehme ich mich da nicht aus, dass ich diese Bücher auch mal deshalb rezensiere, weil sie gerade frisch auf den Markt gekommen sind. Allerdings gehe ich mit jedem Buch kritisch um. Ich mag es nicht, wenn man das Gefühl hat, der Rezensent will das Buch einfach nur gut vermarkten. Mir sind ehrliche Meinungen viel wichtiger. Und da gehört auch der ein oder andere Rant dazu. Oder auch mal ein richtiges Lob, aber ein ehrlich gemeintes. Und das merkt man schnell, ob es der Wahrheit entspricht oder einfach nur Werbung sein soll.
    Ich versuche eine gute Mischung auf meinem Blog zu repräsentieren. Neuerscheinungen gemischt mit Büchern, die schon seit Jahren auf dem Markt sind, aber durchaus lohnenswert. Und Natürlich schnappe ich mir auch mal Bücher, die bereits nicht mehr im Handel erhältlich sind und rezensiere sie. Es geht ja schließlich um meinen Lesegeschmack und nicht um das Repräsentieren der einzelnen Verlage. Auch wenn diese das vielleicht gerne hätten.

    Ich danke dir für diesen Beitrag und wünsche dir einen schönen Abend.

    Liebe Grüße
    Tamara

    PS: Draußen fliegen gerade die Blätter an meinem Fenster vorbei. Heute ist so richtig Herbst. =)

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    1. Hallo Tamara
      Jeder Buchblogger bespricht natürlich gerne die Neuerscheinungen auf die man selber ja auch heiss ersehnt gewartet hat. Daran gibt es nichts auszusetzen. Das dies dann so geballt auf uns als Blogleser einstürmt liegt ja daran, dass wir uns alle in dieser Buchfilterblase herum treiben und natürlich auf allen Social Media Kanälen dadurch das selbe zu sehen bekommen. Darum nervt es dann auch so schnell. Buchblogs werden zum großen Teil von anderen Buchbloggern gelesen und die Werbung der Verlage bezieht sich ja nicht nur auf die Blogger sondern darauf, so viele Leser und auch NOchnichtleser anzusprechen wie möglich. darum werden ja auch immer mehr sogenannte Influenzer ins Content Marketing eingebunden die eigentlich Branchenfremd sind aber hohe Followerzahlen haben. Ich hoffe nur das sich bei dieser allgegenwärtigen Marketingspirale nicht irgendwann die Katze in den Schwanz beist und die Ware Buch dadurch so omnipräsent langweilig wird.

      lg Vanessa

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